Samsung S90F vs LG G5 Vergleich
Samsung S90F (65 Zoll) vs. LG G5 – QD-OLED als Sonderfall
In der Größe von 65 Zoll – und ausschließlich in dieser Variante – kann der Samsung S90F den Flaggschiff-OLED LG G5 stellenweise sogar überflügeln. Nur in dieser Größe ist der S90F in Europa verlässlich mit einem QD-OLED-Panel ausgestattet. Alle anderen Diagonalen setzen auf klassisches W-OLED mit weißem Subpixel, welches Samsung in diesem Fall sogar vom direkten Konkurrenten LG Display bezieht.
Durch den Einsatz von Quantum Dots bietet der S90F im HDR-Betrieb reinere Farben und sichtbar mehr Farblebendigkeit als klassische W-OLED-Modelle wie der LG C5.

Farbraum & Farbvolumen im HDR-Betrieb
Im HDR-Betrieb fällt der Farbraum des Samsung S90F sogar etwas stabiler aus als beim neuen RGB-Tandem-Four-Stack-Panel des LG G5, zumindest im extrem großen BT.2020-Farbraum. Das QD-OLED-Panel ist weniger anfällig dafür, unter hoher Helligkeit an Farbsättigung zu verlieren.
Gerade bei sehr hellen HDR-Highlights bleibt das Farbvolumen hoch, was dem Bild eine besonders intensive und lebendige Wirkung verleiht.
Blickwinkelstabilität – Vorteil für Gruppen
Auch bei der Blickwinkelstabilität zeigt der Samsung klare Stärken. Die Farben beginnen erst ab einem seitlichen Blickwinkel von etwa 70 Grad sichtbar auszublassen. Beim LG G5 sind erste Abweichungen bereits ab rund 39 Gradmessbar.
Der Eindruck sollte jedoch nicht täuschen: Auch der LG G5 ist sehr blickwinkelstabil, erreicht in dieser Disziplin jedoch nicht ganz das Niveau des S90F in 65 Zoll. Für das gemeinsame Fernsehen aus verschiedenen Sitzpositionen ist der Samsung dennoch besser geeignet.
Helligkeit – klarer Vorteil für den LG G5
Im Gesamtpaket ist der Samsung dem LG G5 jedoch nicht ebenbürtig. Vor allem bei der Maximalhelligkeit besteht die größte Diskrepanz zwischen diesen Fernsehern. Im HDR-Betrieb kommt der G5 in 10%-Fenstern des neutralen Filmmaker-Mode auf sagenhafte 2.400 Nits (OLED-Weltrekord 2025), während der S90F dabei auf 1.400 Nits kommt, was aber immer noch sehr gut ist.
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Im 50-%-Fenster ist der LG G5 in der Spitze etwa doppelt so hell
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Auf der vollen Fläche liegt der G5 noch rund 55 % vorn
Je heller die bevorzugte Umgebung ist, desto eher sollte man im direkten Vergleich zum LG G5 greifen.
Reflexionen & Schwarzwert bei Umgebungslicht
Beide OLED-Fernseher verfügen über eine glossy Oberfläche, schränken Spiegelungen aber effektiv ein und verhindern, dass Licht über große Flächen verstreut wird. Das QD-OLED-Panel des Samsung ist hierbei sogar leicht im Vorteil.
Trotzdem ist der LG G5 durch seine enorme Helligkeit insgesamt besser für helle Räume geeignet. Zusätzlich hellt sich der Schwarzwert beim G5 unter Lichteinfall weniger stark auf.
Unabhängig davon gilt: Beide OLEDs liefern ihr bestes Bild, wenn Tageslichteinfall und Innenraumbeleuchtung gedämpft werden können.
SDR-Betrieb – hier punktet der LG G5
Das Farbvolumen des Samsung S90F ist hervorragend, muss sich im anspruchsvolleren SDR-Betrieb jedoch dem LG G5 geschlagen geben. Das Farbvolumen ist in der Praxis aussagekräftiger als die reine Farbraumabdeckung, da es berücksichtigt, bei welcher Helligkeit Farben dargestellt werden.
Über alle SDR-Helligkeitsfenster hinweg bildet der LG G5 den Kinostandard P3 sowie den großen BT.2020-Farbraum im Durchschnitt etwas besser ab – allerdings nur bei SDR-Inhalten, nicht bei HDR.
Optisch fällt dieser Unterschied kaum auf. Was man jedoch sieht, ist die überragende Detail- und Highlight-Helligkeit des G5, die absolut zur Spitzenklasse gehört.
Preisunterschiede in 65 Zoll
Der LG G5 kostet in der besonders relevanten Größe von 65 Zoll in der Vorweihnachtszeit rund 500 Euro mehr als der Samsung S90F. Dieser Preis bezieht sich bereits auf das breitere Modell mit Standfuß.
Wer zusätzlich die ultraflache Art-Style-Wandhalterung wünscht, muss weitere 100 Euro einplanen.
Preis-Leistungs-Fazit: Samsung S90F (65 Zoll)
In Sachen Preis-Leistung ist vor allem der Samsung S90F in 65 Zoll eine klare Empfehlung. Kein anderer OLED unter 1.500 Euro bietet ein vergleichbar hohes Farbvolumen bei gleichzeitig sehr hoher Spitzenhelligkeit.
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HDR-Helligkeit (10-%-Fenster, Filmmaker Mode):
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Samsung S90F: über 1.400 Nits
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LG C5: ca. 1.100 Nits
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Zusätzlich bietet der S90F den besten Samsung-Prozessor, der auch im teureren S95F zum Einsatz kommt.
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| Modell | Samsung S90F 65 Zoll | LG OLED55G59LS TV 55 Zoll |
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| Preis | ab 1.160,00 € inkl. 19% gesetzlicher MwSt. | ab 1.079,00 € inkl. 19% gesetzlicher MwSt. |
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Gaming, Anschlüsse & Bildqualität
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4 × HDMI 2.1
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Sehr niedrige Input-Latenz
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Hervorragende Gaming-Eigenschaften
Die Farbausläufe und Übergänge sind beim Samsung sogar sauberer als beim LG G5. Dessen Farbkanäle steigen nicht immer gleichmäßig an, wodurch gelegentlich sogenanntes Chromatic Banding entstehen kann – eigentlich glatte Übergänge wirken dann leicht gestuft.
Die maximale Bildwiederholrate liegt beim S90F bei 144 Hz statt 165 Hz beim G5. Für PC-Gamer kann das relevant sein, reduziert die Verzögerung jedoch nur um etwa 0,5 ms – ein Vorteil, der den 500-Euro-Aufpreis nicht rechtfertigt.
Schwäche des Samsung S90F
Die größte Schwäche des S90F findet sich in Sonnenlicht und greller Innenraumbeleuchtung. Hier sollte man die Umgebung zwingend abdunkeln, um das beste Bild zu erhalten.
Wer häufig bei starkem Umgebungslicht fernsieht, sollte innerhalb des Samsung-Portfolios eher zum matt entspiegelten S95F OLED greifen.